Destiny Africa Childrens Choir

 

Malscher Gemeinschaftskonzert mit „Destiny African Children’s Choir“

Afrikanisches Temperament springt auf Badener über

So geht temperamentvolle, innig gelebte Musik: Singen ohne Notenblatt und dazu rhythmische Bewegungen, die wirken, als wären sie angeboren. Beim gemeinsamen Konzert des Gesangvereins Freundschaft-Konkordia Malsch, dem Grundschulchor sowie Schulband der Hans-Thoma-Schule und dem „Destiny African Children’s Choir“, ließ vor allem der  Kinderchor aus Uganda den Saal hochkochen.

Das 5. Internationale Chorfestival Baden bescherte den Zuhörern im ausverkauften Malscher Bürgerhaus ein seltenes Erlebnis: Eine Mischung aus badischer und afrikanischer Gesangskunst – wobei die jungen Stimmen eindeutig das Publikum für sich einnahmen.

Der Grundschulchor aus Malsch unter der Leitung von Dirigent Matthias Barth eroberte gleich zu Beginn mit einem afrikanischen Lied und peppigem Deutsch-Pop die Herzen der Zuhörer. Anschließend sang der Chor „Change it“ des GV Freundschaft-Konkordia drei Stücke aus seinem aktuellen Konzertprogramm: Die Stimmung reichte von keltischen Klängen („The mummers dance“) über „Haven’t met you yet“ von Michael Bublé bis zu einer badischen Version von „Route 66“.

Der Männerchor, ebenfalls mit Chorleiter Bernhard Stephan, steuerte das durch Freddy Quinn bekannte Lied „Heimweh“ sowie „Über den Wolken“ und „Cabaret“ bei.

Gemeinsam mit „Change it“ erklang aus rund 60 Kehlen „Solang‘ man Träume noch leben kann“ von der Münchner Freiheit – ein passendes Motto für den Abend.

Denn der „Destiny African Children’s Choir“ (www.destinyafrica.org) entstand aus dem Waisenhausprojekt des Kampala Children Centre (KCC) nach dem 20 Jahre langen Bürgerkrieg in Uganda: Aus einer Handvoll Kinder, die 2005 mit ihrer Heim-Mutter sangen, etablierte sich ein singendes, tanzendes Ensemble, das durch Europa und die USA tourt.

Fröhlicher Gesang mit Trommeln und fliegenden Rastazöpfen

Diese Kinder und Jugendlichen, die quasi eine Stimme für notleidende Kinder in Afrika sind, traten schon im Londoner Wembley-Stadion auf. Auf der Malscher Bühne zeigten sie, dass sie positiv in die Zukunft blicken und bezauberten mit ihrem fröhlichen Gesang und Tanz: mal sparsam choreografiert und mal wild mit Rastazöpfen wirbelnd an Trommeln tanzend, um ihre ugandische Tradition zu zeigen. Die geschmeidigen Bewegungen zur frei gesungenen Musik schienen so leicht und selbstverständlich – ganz anders, als es in den meisten deutschen Chören üblich ist.

Junge Ugander und Badener singen „Oh happy day“

Die Chorkinder aus Kampala und Malsch sangen gemeinsam den Gospelsong „Oh happy day“. Und als im Laufe des Abends die Begeisterung des Publikums über den „Destiny African Children’s Choir“ immer lauter hörbar wurde, animierte der Chor zum gemeinsamen Tanz vor der Bühne.

Die afrikanischen Chorkinder, die auf ihrer derzeit fünfmonatigen Tour bei Auftritten auch selbst kreierte Präsente und eigene CDs verkaufen, freuten sich am Ende des Abends, als Zuschauer noch etwas Geld in ihre Spendenbox gaben. Nun geht die Reise wieder nach Großbritannien in die Nähe von London. Die Organisatoren des Gesangvereins Freundschaft-Konkordia waren stolz, solche beeindruckende Sänger und Tänzer auf der Bühne gehabt zu haben.

Informationen zum Destiny Africa Children’s Choir findest Du unter www.destinyafrica.org

Den Pressevertretern des Gemeindeanzeigers Malsch und des Badischen Tagblatts hat unser Konzert sehr gefallen.

 Gemeindeanzeiger Malsch Nummer 23; Donnerstag, 9. Juni 2016

 

Badisches Tagblatt / NR. 129; Dienstag, 7. Juni 2016

 

Konzertplakat