UNPLUGGED 2016

„Change it“ begeistert mit neuen Klangfarben

Malscher Chor zeigt im Theresienhaus „unplugged“ anderen Stil

„Wenn es schräg klingt, dann ist das gewollt!“ Ungewöhnliche Worte, wenn es um Gesang geht. Doch dieser Satz von Moderator und Sänger Martin Leutzbach verdeutlichte den neuen Gesangsstil des Chors „Change it“ aus Malsch, der am 7. Mai im ausverkauften Theresienhaus erfolgreich sein neues Programm „unplugged“ präsentierte.

Der moderne Chor des Gesangvereins Freundschaft Konkordia hat sich nicht nur ein neues Outfit mit passender Deko in Weiß und Lila verpasst. Die Musik, die die rund 35 Sängerinnen und Sänger zwei Jahre lang mit Chorleiter Bernhard Stephan einstudiert haben, bewegte sich zwischen nostalgischen Klassikern aus dem Jazz, modernen Dauerbrennern und Songs mit viel Herz(schmerz). Stephan begleitete den Chor, der ohne Mikrofone sang, am Klavier.

Mit dissonanten, „schräg“ klingenden Akkorden und Reibungstönen sang „Change it“ vierstimmig Titel aus dem Jazz und Swing wie „Moonglow“, „Haven’t met you yet“ (Michael Bublé), ergänzt von Dagmar Maurers Solo „Fly me to the moon“. Trotz der Hitze im Saal an diesem sommerlichen Abend ließ sich das Publikum von Beginn an mitreißen, applaudierte und johlte begeistert.

Besonders gut kam „The mummers dance“ (Lorreena McKennit) an, ein sanftes keltisch-irisches Lied, das Christian Freund an der Gitarre und Schlagzeuger Lukas Kleiber gefühlvoll am Cajon begleiteten. Aber auch Rockiges hatte der Chor auf Lager: „Rock around the clock“ und „Viva la vida“ (Coldplay).

 

„Route 66“ nach Baden verlegt

Zum ersten Mal sangen fünf Soprane und zwei Altsängerinnen als kleine Gruppe die Balladen „Time after time“ (Cindy Lauper) und „Eternal Flame“ (Bangles). Auch hier bestätigten die etwa 190 Zuhörer: Experiment geglückt. Für Lacher sorgte eine vom Dirigenten auf die Region umgetextete Strophe von „Route 66“: „Get your kicks on B36“ über Rastatt bis zum Söllingen-Airport und dem Spargelstraßentrip.

 

Amüsante Moderationen und das „Geheimnis“ guter Stimmen

Neben der unterhaltsamen Moderation von Leutzbach mit spannenden Infos zu Liedern und Interpreten verriet Sängerin Annette Rösch das Rezept guten Gesangs, das sie augenzwinkernd als „Doping“ bezeichnete: „SOPRANol“ und „ALTpirin“, zwei Likörmixturen, die aus einem Spaß heraus innerhalb des Chors kreiert wurden - in der Pause konnte sie jeder probieren.

Nach der Abkühlung für Chor und Publikum ging´s in die zweite „heiße“ Phase des Konzerts. Mit Liedern wie „That´s what friends are for“, „Don´t stop thinking about tomorrow“ und „Englishman in New York“ verbreitete der Chor nochmals gute Stimmung. Trotz der schweißtreibenden Temperaturen forderte das Publikum Zugaben und der Chor ließ sich mit Begeisterung darauf ein: Nochmals sang „Change it“  „The mummers dance“ und setzte mit „Let me entertain you“ (Robbie Williams“ und „Barbara Ann“ einen akustischen Glanzpunkt. Fazit: Das neue Gesicht steht dem Chor gut.

 

Nächster Auftritt am 3. Juni im Bürgerhaus Malsch

Seinen nächsten Auftritt hat „Change it“ am 3. Juni (19.30 Uhr) im Malscher Bürgerhaus im Rahmen des Internationalen Chorfestivals. An dem Konzert „Zu Gast in Malsch“ mit dem afrikanischen Kinderchor „Destiny Africa Children’s Choir“ beteiligt sich auch der Männerchor von Freundschaft-Konkordia. Karten gibt es über die Homepage des Vereins (www.gesangverein-malsch.de), bei den Malscher Vorverkaufsstellen Marienapotheke, Bäckerei Balzer und der Gaststätte „Alter Bahnhof“ sowie unter der Telefonnummer: 0171-6837544.

 

Auch die Presse ist begeistert, wie in den Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) am 10. Mai nachzulesen war:

Am Freitag den 13. Mai zeigte sich auch das Badische Tagblatt hoch erfreut: